Watch the sermonJesus kompromisslos nachfolgen: Sterben, loslassen und Frucht bringen
Jesus kann nicht nur ein Teil unseres Lebens sein—er muss unser Leben sein. Wie ein Weizenkorn sterben und zerbrechen muss, damit Frucht entsteht, müssen wir uns selbst loslassen, Jesus ganz nachfolgen und ihm gehorsam dienen. Das Ende von uns selbst wird zum Anfang von Jesus Christus in uns.
Glaubenswachstum braucht Widerstand und unbequeme Schritte
Wie beim Krafttraining keine Muskeln wachsen, wenn immer nur leichte Gewichte gehoben werden, wächst auch der Glaube nicht, wenn wir ausschließlich das Bequeme wählen.
Die Bibel enthält viele scheinbare Widersprüche, die sich auf einer tieferen Ebene ergänzen: Freiheit wird durch Sklavschaft erlangt, Reichtum durch Armut, Stärke durch Schwäche, Erhöhung durch Erniedrigung, Gewinn durch Verlust und Leben durch Tod.
Das Ende von uns selbst ist der Anfang von Jesus Christus.
Jesus darf nicht nur ein schönes Bild oder ein dekoratives Stück in unserem Leben sein. Er ist entweder unser ganzes Leben oder nicht unser Herr.
Christus ist unser Leben, und Sterben ist Gewinn.
Frage dich, ob Jesus wirklich dein ganzes Leben besitzt oder nur einen begrenzten Platz darin einnimmt. Sei bereit, für Jesus aus deiner Komfortzone herauszutreten.
Johannes 12: Das Weizenkorn muss sterben, damit Frucht entsteht
- Johannes 12,24–26
Jesus sagt: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es stirbt, bringt es viel Frucht.
Wer sein Leben liebt, verliert es; wer sein Leben in dieser Welt loslässt, wird es zum ewigen Leben bewahren.
Wer Jesus dient, soll ihm nachfolgen. Wo Jesus ist, wird auch sein Diener sein.
Ein Samen ist klein, unscheinbar und zunächst nicht beeindruckend. Aus ihm kann jedoch ein großer Baum entstehen, der Schatten spendet und vielen Vögeln Raum gibt.
Der Same muss zerbrechen. Erst durch Zerbruch und Tod kann neues Leben und Frucht entstehen.
Wenn dein Leben gerade von Schwierigkeiten, Schmutz und Belastungen bedeckt zu sein scheint, kann Jesus gerade dadurch den Samen in dir zerbrechen, damit du für viele zum Segen wirst.
Halte auch in einer Zeit des Zerbruchs daran fest, dass Jesus daraus Leben und Frucht entstehen lassen kann.
Loslassen von Menschenfurcht und den eigenen Plänen
- Philipper 1,21
From the Pastor: Jesus legte mir 2017 aufs Herz, in den sozialen Medien sein Wort zu verkündigen. Zunächst lief ich davor weg, weil ich Angst hatte, was Freunde und andere Menschen über mich denken würden.
Bei einer christlichen Freizeit hielt ich ein freiwilliges Seminar über Sex und Liebe im Licht der Bibel. Das Seminar war so voll, dass es zweimal stattfinden musste.
Viele Menschen leben nicht aus Überzeugung so, wie sie leben, sondern weil sie keine andere greifbare Wahrheit kennen.
Medien vermitteln häufig toxische Beziehungsbilder, ein Erfolgsbild aus Reichtum und äußerem Status sowie die Vorstellung, Schönheit und Wert hingen von Followern und Likes ab.
From the Pastor: Im August 2019 begann ich mit einem Account, der Jesus gehören sollte. Ich wollte jede Woche einen Beitrag oder ein Video veröffentlichen.
Die ersten Anfänge waren nicht glorreich. Ein erstes Video mit zehn Likes sah menschlich nicht beeindruckend aus.
Anfänge sind selten glorreich, aber ohne Anfang gibt es keinen Baum, keine Frucht und kein Ende.
Sterben bedeutet, die eigenen Pläne, Ängste und selbstgemachten Sicherheiten loszulassen.
Menschenfurcht verliert ihre Macht, wenn Gottesfurcht Wirklichkeit wird. Wenn wir erkennen, wer Gott ist, wer Jesus ist und wer wir in ihm sind, wird unwichtig, was andere über uns denken.
Gott kennt uns, liebt uns, sieht uns und hat uns gerufen. In Jesus haben wir alles, was wir brauchen, und mehr.
Gib Menschenfurcht, eigene Pläne und selbstgemachte Sicherheiten an Jesus ab. Beginne gehorsam, auch wenn der Anfang klein und unscheinbar aussieht.
Frucht entsteht im Verborgenen
In einer Zeit von Social Media entsteht leicht der Wunsch, ständig eine Bühne zu haben, gesehen und bestätigt zu werden.
From the Pastor: Mein eigener Weg begann nicht auf einer großen Bühne, sondern in verborgenen Aufgaben—unter anderem im Kindergottesdienst und beim Toilettenputzen in der Kirche.
Geistliches Wachstum geschieht in einem Prozess und nicht dadurch, dass jemand von Anfang an sichtbar oder besonders begabt ist.
Wenn du dich nach einer Bühne sehnst und glaubst, dass Gott dich gebrauchen möchte, schätze die Zeit, in der du noch nicht gesehen wirst.
Verborgenheit und Begrabenwerden bedeuten nicht, dass Gott dich übersehen hat. In dieser Zeit kann Wachstum entstehen, und du kannst Fehler machen, ohne dass dich viele Menschen kritisieren.
Warten ist in Jesus keine Zeit des untätigen Stillstands, sondern eine Zeit des Werdens.
Während des Wartens kannst du wachsen und Jesus ähnlicher werden.
Nicht nur die richtige Person für eine Beziehung zu finden ist wichtig; du sollst selbst zu einem Menschen werden, der Jesus ähnlicher ist.
Nimm verborgene Zeiten und Wartezeiten ernst. Nutze sie, um zu wachsen, Jesus ähnlicher zu werden und dich auf das vorzubereiten, wozu er dich gebrauchen möchte.
Kompromisslose Nachfolge bedeutet, alles loszulassen, was zerstört
- Johannes 12,25
- Römer 8,28
Das Festhalten am eigenen Leben zerstört. Wer sein Leben in dieser Welt festhalten und lieben will, verliert es.
Kompromisse haben an den richtigen Orten ihren Platz, können uns aber an den falschen Orten zerstören.
Beim Klippenspringen muss man sich entscheiden: entweder auf der Klippe bleiben oder ganz springen. Ein halber Sprung kann zu schweren Verletzungen führen.
Auch im Glauben wird es schmerzhaft, wenn wir Jesus ein Stück und der Welt ein Stück geben wollen, statt ihm unser ganzes Leben zu überlassen.
From the Pastor: In meinem Freundeskreis habe ich erlebt, dass oft erst Zerbruch und die Erkenntnis, einen Kompromiss nicht weiterleben zu können, Menschen ganz zu Jesus geführt haben.
Jesus hat Autorität in unserem Körper, der als Tempel des Heiligen Geistes bezeichnet wird. Er darf in uns Dinge umwerfen und aufräumen, die uns zerstören.
Manchmal entwickeln wir eine Liebesbeziehung zu Dingen oder Beziehungen, die uns schaden.
Mögliche Beispiele sind eine ungesunde Partnerschaft, ein Freundeskreis, der zu Drogen- oder übermäßigem Alkoholkonsum führt, oder andere Bindungen, die uns von Jesus wegziehen.
From the Pastor: Ich habe entschieden, lieber allein mit Jesus zu sein als in Gemeinschaft ohne ihn.
Alle Dinge dienen denen zum Guten, die Gott lieben—auch ein zerbrochener Freundeskreis oder eine zerbrochene Partnerschaft.
Befreiung geschieht nicht immer sofort durch ein sichtbares Wunder. Manchmal führt Jesus durch einen längeren Prozess.
Ein Prozess kann schrittweise gegangen werden: zunächst ein Tag, dann zwei Tage, mehrere Tage, eine Woche oder ein Monat. Gott kann auch auf diesem Weg zur Freiheit führen.
Lass Beziehungen, Gewohnheiten und Sicherheiten los, die dich von Jesus zurückhalten oder zerstören. Vertraue Jesus auch dann, wenn Befreiung in einem längeren Prozess geschieht.
Nachfolge bedeutet Gehorsam und vollständige Hingabe
- Johannes 12,26
- 1. Korinther 6
- 1. Korinther 14
- 2. Korinther 4,8–12
Wer Jesus dient, soll ihm nachfolgen. Nachfolge bedeutet Gehorsam.
Jesus kann nicht ernsthaft nachgefolgt werden, wenn wir nur die Aussagen annehmen, die uns gefallen, und andere Stellen aus Gottes Wort ablehnen.
Wir können nicht nur teilweise zu Jesus gehören. Jesus starb in der Fülle—mit Körper, Geist und Seele—damit wir in der Fülle in ihm leben können.
Das Herausstreichen unbequemer Aussagen aus der Bibel macht Nachfolge zu einem Kompromiss.
Paulus beschreibt Bedrängnis, Verfolgung, Einsamkeit und Niedergeschlagenheit, aber auch, dass Gottes Diener nicht erdrückt, verlassen oder vernichtet werden.
Das Sterben Jesu soll am Leib getragen werden, damit auch das Leben Jesu am Leib offenbar wird.
Leiden und Ablehnung um Jesu willen können dazu führen, dass Gottes Herrlichkeit im Leben sichtbar wird.
Prüfe, ob du Jesus und seinem Wort vollständig gehorchst oder nur das annimmst, was dir angenehm erscheint. Übergib ihm dein ganzes Leben.
Kompromisslose Nachfolge kann Nationen prägen
Die christliche Prägung Europas und des Westens hängt maßgeblich an Menschen, die sich Jesus vollständig hingegeben haben.
Menschen, die sich selbst gestorben sind, haben Jesus Raum gegeben, in ihnen einen Anfang zu machen.
Die Geschichte von Agnes von Rom wird als Beispiel für frühe kompromisslose Hingabe erzählt. Als junges Mädchen bekannte sie Jesus als ihren Bräutigam und weigerte sich, ihn zu verleugnen.
Laut der überlieferten Geschichte wurde Agnes wegen ihres Glaubens bedroht, in ein Bordell gebracht und schließlich enthauptet. Sie war ungefähr 13 Jahre alt.
Wir können lieben, weil Jesus uns zuerst geliebt hat. Wir können sterben, weil Jesus zuerst gestorben ist, und auferstehen, weil Jesus zuerst auferstanden ist.
In Jesus liegen Liebe, Leben, Gehorsam und Nachfolge.
Kompromisslose Nachfolge bringt Jesus Ehre und kann Nationen erwecken.
Erweckung beginnt nicht damit, dass die Welt sich verändert, sondern damit, dass wir selbst erweckt sind und uns Jesus hingeben.
Erweckt zu sein bedeutet unter anderem, um Vergebung zu bitten, anderen zu vergeben, den Pastor zu ehren, niedrige Aufgaben zu übernehmen und Beziehungen so zu gestalten, wie Jesus es möchte—nicht nach den eigenen Begierden.
Erweckung zeigt sich darin, dass Jesus in unserem Charakter sichtbar wird.
Zwei Ziele sollen unser Leben bestimmen: Jesus ähnlicher zu werden und das zu tun, was er getan hat.
Unsere Würde als Söhne und Töchter Gottes hängt nicht von äußeren Umständen ab.
Beginne Erweckung bei dir selbst. Bitte um Vergebung, vergib anderen, ehre geistliche Leitung, diene auch in niedrigen Aufgaben und richte deinen Charakter sowie deine Beziehungen an Jesus aus.
Scriptures referenced
Key takeaways
- 1
Jesus ist nicht nur ein Teil unseres Lebens; er muss unser Leben sein.
- 2
Das Ende von uns selbst kann zum Anfang von Jesus Christus in uns werden.
- 3
Wie ein Weizenkorn sterben muss, damit es Frucht bringt, müssen wir eigene Pläne, Ängste und Sicherheiten loslassen.
- 4
Verborgenheit und Wartezeiten sind Zeiten des Werdens und geistlichen Wachstums.
- 5
Kompromisse mit Dingen, Beziehungen oder Gewohnheiten, die uns von Jesus wegführen, können uns zerstören.
- 6
Nachfolge bedeutet vollständigen Gehorsam gegenüber Jesus und seinem Wort.
- 7
Kompromisslose Nachfolge beginnt mit persönlicher Hingabe und kann andere Menschen und sogar Nationen prägen.
Reflection questions
- 1
Ist Jesus für mich wirklich mein ganzes Leben, oder gebe ich ihm nur einen begrenzten Platz?
- 2
Welche Ängste, Pläne oder selbstgemachten Sicherheiten halte ich noch fest, anstatt sie Jesus zu übergeben?
- 3
Wie gehe ich mit einer verborgenen oder wartenden Zeit um—als nutzlose Verzögerung oder als Zeit des Werdens?
- 4
Welche Beziehung, Gewohnheit oder Bindung zieht mich von Jesus weg und braucht sein aufräumendes Eingreifen?
- 5
Nehme ich Gottes Wort vollständig an, oder wähle ich nur die Aussagen aus, die mir angenehm erscheinen?
- 6
Wie könnte kompromisslose Nachfolge in meinem Charakter, meinen Beziehungen und meinem praktischen Dienen sichtbar werden?